Neue Fähre „Costanza I di Sicilia“ nimmt Dienst zu den Pelagischen Inseln auf
Die neue Regionalfähre „Costanza I di Sicilia“ ist im Fährverkehr zwischen Porto Empedocle, Linosa und Lampedusa gestartet. Nach der feierlichen Einweihung am 6. August absolvierte das Schiff am 9. August 2026 seine erste kommerzielle Überfahrt zu den Pelagischen Inseln.
Damit beginnt ein neues Kapitel im Fährverkehr vor Sizilien. Die „Costanza I di Sicilia“ ist die erste Fähre, die sich vollständig im Eigentum der Region Sizilien befindet. Gebaut wurde sie im Fincantieri-Werk in Palermo. Der tägliche Betrieb wurde Caronte & Tourist Isole Minori übertragen, die den Fährdienst unter der Marke Siremar führt.
Neue Fähre auf bestehenden Verbindungen
Bei dem Einsatz handelt es sich nicht um eine vollständig neue Fährroute. Das moderne Schiff übernimmt Aufgaben im bestehenden Inselverkehr zwischen dem sizilianischen Festland und den Pelagischen Inseln.
Zu den bedienten Verbindungen gehören die Fähre Porto Empedocle–Linosa und die Fähre Porto Empedocle–Lampedusa. Der planmäßige Reiseweg führt von Porto Empedocle zunächst nach Linosa und anschließend weiter nach Lampedusa.
Für die vollständige Strecke über beide Inseln sind etwa zehn Stunden vorgesehen. Die tatsächlichen Fahr- und Ankunftszeiten können abhängig vom Fahrplan, den Wetterbedingungen und dem jeweiligen Reisetag abweichen.
Platz für 1.000 Passagiere und 200 Autos
Die „Costanza I di Sicilia“ ist rund 140 Meter lang und besitzt eine Bruttoraumzahl von etwa 14.500. Sie kann bis zu 1.000 Passagiere und 200 Autos befördern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 19 Knoten.
Für längere Überfahrten stehen 137 Kabinen zur Verfügung. Einige davon sind speziell für Reisende mit eingeschränkter Mobilität eingerichtet. Durch die Fahrzeugdecks eignet sich die Fähre außerdem für Passagiere, die mit dem eigenen Auto nach Linosa oder Lampedusa reisen möchten.
Dual-Fuel-Antrieb, Batterien und Solaranlage
Die neue Regionalfähre verfügt über einen Dual-Fuel-Antrieb, der mit Diesel oder Flüssigerdgas betrieben werden kann. Hinzu kommen eine Photovoltaikanlage und ein Batteriesystem.
Die gespeicherte Energie ermöglicht während eines Hafenaufenthalts für bis zu etwa vier Stunden einen lokal emissionsfreien Betrieb. Dadurch sollen Abgase und Lärm in den Häfen von Porto Empedocle, Linosa und Lampedusa reduziert werden.
Was bedeutet der Einsatz für Reisende?
Mit der „Costanza I di Sicilia“ steht für die Pelagischen Inseln ein größeres und moderneres Schiff mit Kabinen und umfangreichen Fahrzeugkapazitäten bereit. Davon profitieren sowohl Einheimische als auch Urlauber, die mit dem eigenen Fahrzeug nach Linosa oder Lampedusa reisen.
Das Schiff ist für einen täglichen Einsatz vorgesehen. Da sich Fahrpläne, Zwischenstopps und Abfahrtszeiten saisonal ändern können, solltest du vor der Reise die konkrete Verbindung und die Buchbarkeit für deinen Reisetag prüfen.
