DFDS kauft Fähre STENA VINGA von Stena Line
DFDS kauft STENA VINGA von Stena Line: RoPax-Fähre bleibt auf den Jersey-Routen
DFDS übernimmt die RoPax-Fähre STENA VINGA von Stena Line. Das Schiff ist bereits seit dem Start des DFDS-Fährdienstes nach Jersey im März 2025 für die Reederei im Einsatz und wird auch künftig zwischen Jersey, Großbritannien und Frankreich verkehren. Die Übernahme soll im November 2026 abgeschlossen werden.
DFDS stärkt seine Jersey-Flotte
Mit dem Kauf der STENA VINGA sichert sich DFDS ein Schiff, das im laufenden Betrieb bereits auf den Jersey-Verbindungen eingesetzt wird. Die Fähre fährt zwischen Jersey, dem Vereinigten Königreich und Frankreich und transportiert sowohl Passagiere als auch Fracht.
Für DFDS ist die Übernahme ein wichtiger Schritt, um die eigene Flotte auf den Kanalinsel-Verbindungen widerstandsfähiger aufzustellen. Mathieu Girardin, Leiter der Fährsparte von DFDS, erklärte, das Schiff habe sich während der Charterzeit als passend für Jersey erwiesen. Die Eingliederung in die eigene Flotte unterstütze den langfristigen Betrieb und das Engagement für Jersey.
Wichtige Verbindung für Passagiere und Fracht
Die Jersey-Routen haben für die Insel eine besondere Bedeutung. DFDS betreibt die Fährdienste nach Jersey auf Grundlage eines langfristigen Vertrags mit der Regierung von Jersey. Der Fährverkehr verbindet die Insel mit Poole und Portsmouth in Großbritannien sowie mit Saint-Malo in Frankreich. Der Vertrag läuft über 20 Jahre und begann mit dem Start der Verbindungen am 28. März 2025.
Für dich als Reisenden bedeutet die Übernahme zunächst vor allem Kontinuität: Die STENA VINGA soll weiterhin auf den Jersey-Verbindungen eingesetzt werden. Für den Frachtverkehr ist das Schiff ebenfalls wichtig, da es neben Passagieren und Pkw auch eine größere Menge rollender Ladung aufnehmen kann.
Platz für 400 Passagiere, 200 Autos und 1.500 Lademeter
Die STENA VINGA wurde 2005 gebaut und ist rund 125 Meter lang. Sie bietet Platz für bis zu 400 Passagiere und 200 Autos. Für den Güterverkehr stehen rund 1.500 Lademeter zur Verfügung. Damit ist die Fähre sowohl auf den Personenverkehr als auch auf den Transport von Fracht ausgerichtet.
Auch die Ausstattung an Bord ist auf längere Überfahrten ausgelegt. Zur Einrichtung gehören unter anderem 40 Kabinen, ein Restaurant, ein Duty-free-Shop, ein Kino und ein Recliner-Bereich mit Ruhesesseln.
Neuer Name und britische Flagge geplant
Nach der Übernahme soll die STENA VINGA unter britische Flagge gebracht werden. Außerdem plant DFDS, das Schiff umzubenennen, damit es besser zur bestehenden DFDS-Flotte passt. Der neue Name wurde noch nicht bekanntgegeben. Weitere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Mit der Umflaggung und dem dauerhaften Einsatz auf den Jersey-Routen will DFDS nach eigenen Angaben auch die Beschäftigung von Seeleuten stärken. Die Reederei plant, neue Stellen in verschiedenen Bereichen an Bord zu schaffen.
Rund 70 neue Arbeitsplätze geplant
DFDS will im Zusammenhang mit der Übernahme und dem weiteren Ausbau des Jersey-Dienstes rund 70 neue Positionen schaffen. Gesucht werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über alle Ränge hinweg. Dazu sollen auch Ausbildungsstellen, Kadettenstellen und Plätze für Berufseinsteiger gehören.
Für Jersey ist das ein wichtiges Signal. Die Fährverbindungen sind nicht nur für Urlauber interessant, sondern auch für Versorgung, Handel und Logistik. Eine fest in die DFDS-Flotte integrierte Fähre kann dabei helfen, den Betrieb planbarer und stabiler zu machen.
Übernahme soll im November 2026 abgeschlossen werden
Bis zum Abschluss der Übernahme bleibt die STENA VINGA weiter im Einsatz. DFDS geht davon aus, dass der Kauf im November 2026 vollzogen wird. Danach soll die Fähre weiterhin zwischen Jersey, Großbritannien und Frankreich verkehren.
Für Reisende ändert sich damit vorerst wenig: Wenn du mit DFDS von oder nach Jersey reisen möchtest, kannst du weiterhin mit dem Einsatz der bekannten RoPax-Fähre rechnen. Langfristig stärkt DFDS mit dem Kauf jedoch die eigene Präsenz auf den Kanalinsel-Verbindungen und macht den Betrieb weniger abhängig von gecharterten Schiffen.
