Incat startet Testbetrieb der weltweit größten E‑Fähre
Incat startet Testbetrieb der weltweit größten E‑Fähre
Elektro‑Katamaran nimmt ersten Betrieb auf
Der australische Schiffbauer Incat Tasmania hat den ersten Testbetrieb seiner neuen, batterieelektrischen Fähre Hull 096 aufgenommen.
Diese Fähre gilt derzeit als größtes batterieelektrisch betriebenes Schiff der Welt und markiert einen großen Schritt in Richtung nachhaltiger Schifffahrt.
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Mehr InformationenEinsatz zwischen Argentinien und Uruguay geplant
Die Hüllnummer 096 wurde speziell für die südamerikanische Reederei Buquebus gebaut und soll ab dem kommenden Jahr auf dem Río de la Plata
zwischen Buenos Aires (Argentinien) und Colonia del Sacramento (Uruguay) verkehren. Zur Fähre Buenos Aires – Colonia del Sacramento.
Weltweit größte Batterieanlage an Bord
Die Fähre ist 130 Meter lang und besteht aus einem leichten Aluminium‑Katamaran‑Rumpf mit zwei Schwimmkörpern.
Sie bietet Platz für bis zu 2.100 Passagiere und 225 Fahrzeuge. Ein Duty‑Free‑Shop mit über 2.000 m² Fläche ergänzt das Bordangebot.
Ein besonderes Highlight ist das massive Batterie‑System mit einer Kapazität von rund 40 Megawattstunden (MWh) – etwa viermal so viel wie bisherige Batteriesysteme auf Schiffen weltweit.
Diese Energiespeicher stammen vom norwegischen Spezialisten Corvus Energy.
Hightech-Antrieb von Wärtsilä
Die elektrische Energie treibt acht Elektromotoren mit Wasserstrahlantrieb an, die vom finnischen Technologieunternehmen Wärtsilä geliefert wurden.
Die Axialfluss-Wasserstrahltechnologie sorgt für geringen Tiefgang, hohe Manövrierfähigkeit und geringe Wartungskosten – ideal für flache Flussmündungen wie den Río de la Plata.
Das Schiff wird zudem mit der derzeit leistungsstärksten Ladeinfrastruktur weltweit aufgeladen – an Land in Südamerika.
Ein Meilenstein für die grüne Schifffahrt
Incat-Chef Robert Clifford spricht von einem historischen Moment:
„Dies ist das erste Mal weltweit, dass ein Schiff dieser Größe mit einem 100 % Batterie‑elektrischen Antrieb getestet wurde.“
Die Fähre ist somit ein echter Meilenstein für den internationalen Schiffbau.
Unterstützt wird das Projekt durch ein Darlehen der Regierung von Tasmanien in Höhe von 60 Millionen Australischen Dollar.
Incat plant außerdem den Ausbau seiner Produktionskapazitäten mit einer zweiten Werft in Boyer.
Start für Anfang 2026 erwartet
Nach Abschluss der Testfahrten in Tasmanien wird das Schiff nach Südamerika überführt.
Der reguläre Liniendienst soll Anfang 2026 starten – und damit neue Maßstäbe für nachhaltige Großfähren setzen.
