Scandlines Fähre Deutschland im Hafen Puttgarden auf Fehmarn
Scandlines Fähre Deutschland im Hafen Puttgarden auf Fehmarn
 Quelle: Matthias Tasler/Scandlines

Scandlines setzt Elektro-Revolution auf der Vogelfluglinie fort

Die Reederei Scandlines bleibt auf Kurs in Richtung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Zukunft. Nach wegweisenden Initiativen und Investitionen, darunter die Entwicklung einer emissionsfreien Frachtfähre und das ehrgeizige Ziel, die Fährverbindung Puttgarden-Rødby bis 2030 komplett emissionsfrei zu betreiben, nimmt das Unternehmen nun die nächste Stufe der Elektrifizierung in Angriff.

Langfristige Vision: Null Emissionen bis 2040

Bereits seit 2013 hat Scandlines sein Engagement für Klima- und Umweltfragen unter Beweis gestellt. Die Umrüstung von Hybridfähren mit Batteriepaketen und die geplante Inbetriebnahme der emissionsfreien Fähre „Futura“ im Jahr 2024 sind Meilensteine auf dem Weg zu einer emissionsfreien Zukunft. Das Ziel, die gesamte Puttgarden-Rødby-Route bis 2030 ohne direkte Emissionen zu betreiben, ist ambitioniert und geht über die Vorgaben des COP28-Abkommens hinaus.

Kontinuierliche Investitionen in grüne Technologien

Scandlines verfolgt aufmerksam die technologischen Entwicklungen und optimiert die Energieeffizienz des Fährbetriebs. Bislang hat das Unternehmen beeindruckende 400 Millionen Euro in grüne Technologien investiert. Neue Hybridfähren auf der Fährverbindung Rostock-Gedser, ausgestattet mit Rotorsegeln und effizienten Propellerblättern, sowie die Umrüstung von Fähren auf der Puttgarden-Rødby-Route mit innovativen Thrustern und algenabweisendem Silikonanstrich sind nur einige Beispiele.

Plug-in-Fähren für die Vogelfluglinie

Der nächste Schritt auf dem Weg zu einem emissionsfreien Fährbetrieb erfolgt nun mit der Elektrifizierung von zwei der vier Passagierfähren auf der Puttgarden-Rødby-Strecke. Diese werden zu Plug-in-Fähren umgerüstet, um sowohl in Puttgarden als auch in Rødby mit Strom aus erneuerbaren Energien aufgeladen zu werden. Die beeindruckende Ladezeit von nur 12 Minuten, in denen die Batterien zu mindestens 80 Prozent aufgeladen werden, wird durch ein umfassendes Energiespeichersystem an Bord, Ladevorrichtungen und Solaranlagen ermöglicht.

Investitionen und Unterstützung durch das Bundesministerium

Die Gesamtinvestitionen für die Elektrifizierung belaufen sich auf 31 Millionen Euro, wobei das Bundesministerium für Digitales und Verkehr das Projekt finanziell im Rahmen des Förderprogramms zur nachhaltigen Modernisierung von Küstenschiffen (NaMKü) mit bis zu 40 Prozent unterstützt. Der Vertrag für die Umrüstung wird voraussichtlich Anfang 2024 unterzeichnet, und die Fähren sollen ab Ende 2024-2025 umgerüstet werden.

CEO Carsten Nørland betont Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit

Scandlines CEO Carsten Nørland betont die Bedeutung dieser Elektrifizierungsmaßnahmen: „Wir elektrifizieren jetzt zwei unserer Fehmarnbelt-Fähren und kommen so unserem Ziel, die Scope 1-Emissionen auf der Route bis 2030 auf Null herunterzufahren, auf einen Schlag deutlich näher.“ Die Reederei strebt weiterhin an, bis 2030 die gesamten CO2-Emissionen um etwa 60 Prozent im Vergleich zu 2008 zu reduzieren und bis 2040 das ehrgeizige Ziel von null direkten Emissionen für das gesamte Unternehmen zu erreichen.

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Capt'n Ferry

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